Archiv der Kategorie: Rezepte

Artischockenherzen mit lauwarmen Ziegenkäse

Der Frühling IST da und mit ihm langvermisstes Gemüse. Eines davon sind Artischocken. Gestern habe ich zwei kleine Exemplare beim Gemüsehändler gesehen, sogleich gekauft und verarbeitet.

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Zutaten (für 2 Personen)
2 kleine Artischocken
wenig Ziegenfrischkäse
Olivenöl
Fleur de sel
wenig geräucherte Forelle
wenig Sprossen

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Zubereitung
Die äussersten Blätter der Artischocken entfernen und den Stiel abschneiden. Ebenso die Spitze, so dass nur noch das Herz übrig bleibt (je kleiner die Artischocken sind, umso mehr von den Blättern kann dran gelassen werden). Das Herz waschen und in eine feuerfeste Form legen. Mit viel gutem Olivenöl beträufeln und Fleur de sel darüber streuen. Den Backofen auf 200 Grad einstellen und die Form hineingeben. Nach ca. 20 Minuten haben die Artischocken eine schöne Farbe angenommen. Nun mit einem kleinen Löffel ein Stück Ziegenkäse (in der Grösse der Schnittfläche der Artischocken) ausstechen und auf die Artischocken geben. Für weitere 10 Minuten im Backofen backen. Zum Anrichten die Artischocken auf einen kleinen Teller geben. Daneben ein kleines Stück einer Räucherforelle legen und mit frischen Sprossen dekorieren. Nun noch eine wenig Fleur de sel darüber geben und mit dem Olivenöl aus der Backform beträufeln. Finito 😃!

Randen Carpaccio mit Ziegenkäsemousse gefüllter Parmesankrone

Dieses herrliche vegetarische Carpaccio ist nicht nur ein farbliches Ausrufezeichen. Als Vorspeise serviert lässt es die Herzen der Gäste schon zu Beginn des Essens höher schlagen. Und gut vorbereiten kann man diesen Gang auch, so dass man sich ganz den Gästen widmen kann.

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Zutaten (für 2 Personen)
1 grosse Knolle Randen (Rote Bete)
100 g Ziegenfrischkäse
100ml Rahm
100g Parmesan (frisch gerieben)
wenig frische Kresse
bestes Olivenöl
Aceto Balsamico Bianco
Fleur de sel
Pfeffer

Zubereitung
Die Randenknolle im Wasser für ca 1-2 Stunden gar kochen und auskühlen lassen. In der Zwischenzeit den Ziegenfrischkäse in einen Massbecher geben. Einen Esslöffel Aceto Balsamico bianco dazugeben und mit einem glatt rühren. Den Rahm dazugeben und mit der Schlagscheibe des Bamix steif schlagen. Für mindestens eine Stunde kühlstellen. Ein Backblech mit Backtrennpapier belegen. Den Parmesan reiben und diesen in zwei Kreisen von ca. 7 cm Durchmesser auf dem Backblech verteilen. Den Parmesan bei 200 Grad ca. 7 Minuten backen. Sobald der Käse geschmolzen ist, das Backblech aus dem Ofen nehmen. Nach ca. 2-3 Minuten lassen sich die Parmesanscheiben vom Backtrennpapier lösen. Zum Austrocknen diese in eine passende Tasse (oder einen anderen passenden Gegenstand) geben, dass eine Mulde gebildet werden kann. 30 Minuten erkalten lassen.
Die Randenknolle schälen und mit einem Gemüsehobel in möglichst dünne Scheiben schneiden. Auf einem flachen Teller auslegen. Die Parmesankrone zentral auf die Mitte der Randen stellen. Die Ziegenkäsemousse in einen Spritzbeutel geben und die Parmesankrone damit füllen. Bestes Olivenöl über den Randen träufeln. Mit den Kressespitzen garnieren und mit fleur de sel und Pfeffer abschmecken.

Orechiette mit Broccoli, Pancetta und Chili

Das ist mein absolutes Lieblingsrezept. Schmeckt hammergigantischgut, erwärmt als Soulfood die einsame Seele und gibt unendlich viel Kraft für unendlich lange Marathontrainings.

Zutaten (für 2 Personen)
250g Orechiette
250 g Broccoli
100 g Pancetta
1 kleine Chilischote
1 Knoblauchzehe
Parmesan
Salz

Zubereitung
Den Stil beim Broccoli abschneiden. Den Rest in so kleine Portionen zerteilen, dass sich später der Broccoli sehr gut in die Öffnung der Orechiette schmiegen kann. Den Broccoli waschen. In der Zwischenzeit in einem grossen Topf Wasser zum kochen bringen, Salz und die Orechiette hinzugeben. Den Broccoli dämpfen. Den Pacetta in einer Bratpfanne anbraten. Sobald er ein wenig Farbe angenommen hat, diesen mit zwei Kochkehlen in der Bratpfanne zerkleinern. Chilischote und Knoblauch sehr fein schneiden und zum Pancetta hinzugeben. Temperatur reduzieren. Sobald der Broccoli al dente (er sollte noch einen guten Biss haben) ist, diesen zum Pancetta geben. Dabei darauf achten, dass möglichst wenig Wasser mitkommt. Der Pancetta darf seine Knusprigkeit nicht verlieren. Temperatur wieder erhöhen. Sobald auch die Orechiette al dente sind, abseihen und ebenfalls zum Pancetta-Broccoli-Gemisch geben. Temperatur annehmen lassen und alles gut durchrühren. Die Broccoliröschen sollten sich nun in die Orechiette schmiegen Mit geriebenem Parmesan servieren.

Tipp
Den Broccoli durch Rosenkohl ersetzen.

Pappardelle al ragù di Bubikon

Die Emilia-Romagna ist ganz nah. Im malerischen Bubikon im Zürcher Oberland war ich dieses Wochenende zu einem herrlichen Abend bei Freunden eingeladen. Der Höhepunkt war die Pastakreation des Gastgebers. In Anlehnung an den ragù alla bolognese wurde zu wunderbaren Pappardelle eine herrliche Fleischsauce gereicht. Es war so gut, dass ich das Rezept auf meinem Blog verewigen muss und ihm den Namen Pappardelle al ragù di Bubikon gebe. Wer will da noch nach Bologna?

Zutaten (für 2 Personen)
Viel Wurzelgemüse (z.B. Zwiebel, Karotten, Sellerie)
250g gutes Fleisch von Kalb, Rind oder Huhn (oder gleich alles zusammen)
250 g Pappardelle (am besten casalinga)
4 dl Weisswein
1 Lorbeerblatt
wenig Olivenöl
frisch geriebener Parmesan
Salz & Pfeffer

 

Zubereitung
Das Gemüse in kleine Würfel schneiden. Das Fleisch in einer Bratpfanne in heissem Olivenöl anbraten. Sobald es Farbe angenommen hat, mit der Hälfte des Weissweins ablöschen. Kurz aufkochen lassen und in einen hohen Topf geben. Wiederum etwas Olivenöl in die Bratpfanne geben und dieses erhitzen. Das Gemüse darin anschwitzen. Mit der anderen Hälfte des Weissweins ablöschen. Ebenso kurz aufkochen lassen und dann das Gemüse zum Fleisch geben. Das Lorbeerblatt hinzugeben und mindestens 5 Stunden köcheln lassen. Von Zeit zu Zeit Wasser nachgiessen. Das Lorbeerblatt entfernen und mit einem Kartoffelstampfer die Fleischsauce stampfen, bis das Fleisch in seine Fasern zerfällt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit die Pappardelle al dente kochen. Das Wasser abseihen und die Pappardelle zurück in den Topf geben und mit ¾ des ragùs vermischen. Die Pasta in grosse, tiefe Suppenteller geben und mit dem restlichen ragù bedecken. Mit viel frischem Parmesan servieren.

Crevetten-Chicorée Risotto

Genau das richtige für Tage an denen mal viel Kraft und Wärme braucht. Dieser feine Risotto, zubereitet aus einfachen Zutaten hat es in sich und verleiht viel Energie. Der kalte Winter kann kommen.

Zutaten (für 2 Personen)
1 Tasse Risottoreis (z.B. Arborio)
3 kleine Chicorées
150 Gramm Crevetten
1 Knoblauchzehe
Wenig Butter
Wenig Parmesan
Wenig Weisswein
Ein Bouillonwürfel

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Zubereitung
Den Chicorée der Länge nach halbieren und den gesamten Strunk herausschneiden. Achtung: Dies ist wohl der wichtigste Schritt des Rezepts, da beim Chicorée nur dieser Kern bitter ist. Den Chicorée der Länge nach in feine Streifen schneiden und danach unter fliessendem Wasser abspülen. Den Bouillonwürfel in einen kleinen Topf mit Wasser geben und zum Kochen bringen. Den Butter in einen zweiten Topf geben und zum Schmelzen bringen. Die Knoblauchzehe hineinpressen und ein wenig mit dünsten. Den Chicorée hinzugeben und ebenfalls andünsten. Nun den Risottoreis hineingeben und kräftig umrühren. Sobald dieser glasig ist, mit dem Weisswein ablöschen. Weiterrühren. Von Zeit zu Zeit einen Schuss der heissen Bouillon hinzugeben. Immer kräftig weiterrühren. Kurz vor dem Erreichen des Garpunktes die Crevetten zu ¾ hinzugeben. Ebenso die Salzlake der Crevetten. Nochmals kräftig rühren. Den Parmesan reiben und unterrühren. Sobald der Risotto fertig ist (nach ca. 20 Minuten), diesen zylinderartig auf einem Teller anrichten. Die restlichen Crevetten darüber geben. Mit feingeschnittenem Chicorée garnieren.

Orechiette mit Rosenkohl, Speckwürfel und Chili

Heute hatte ich so eine grosse Lust auf richtig gute Pasta. Da habe ich doch gleich an mein absolutes Lieblingsrezept (Orechiette mit Broccoli, Speckwürfel und Chili) gedacht. Im Kühlschrank hatte es aber keine Broccoli mehr. Ersatz war aber mit dem Rosenkohl schnell gefunden. So gab es spontan-kreative Orechiette mit Rosenkohl, Speckwürfel und Chili. Genial einfach, genial gut!

Zutaten (für 2 Personen)
250g Orechiette
250 g Rosenkohl (möglichst kleine)
150 g Speckwürfel
1 kleine Chilischote
1 Knoblauchzehe
Salz

Zubereitung
Den Rosenkohl von der äussersten Lage Blättern befreien und vierteln. Dabei darauf achten, dass der Schnitt genau durch den Stielansatz geht (der Rosenkohl darf nicht auseinanderfallen). Die Rosenkohlviertel waschen und für ca. 5-7 Minuten dämpfen. In der Zwischenzeit in einem grossen Topf Wasser zum kochen bringen, Salz und die Orechiette hinzugeben. Die Speckwürfel in einer Bratpfanne anbraten. Chilischote und Knoblauch sehr fein schneiden und zum Speck hinzugeben. Temperatur reduzieren. Die Rosenkohlviertel in Eiswasser abschrecken. Danach das Wasser gut abtropfen lassen. Nun den Rosenkohl zum Speck geben und die Hitze wieder erhöhen. Sobald die Orechiette al dente sind, abseihen und ebenfalls zum Speck-Rosenkohl-Gemisch geben. Temperatur annehmen lassen und alles gut durchrühren. Die Rosenkohlviertel sollten sich an die Orechiette anschmiegen Mit geriebenem Parmesan servieren.

Mangold Kuchen mit Crevetten

Für mich ist diese Quiche ein typisches Wintergericht. Ich weiss zwar nicht, ob der Mangold (bzw. Krautstiel) zum klassischen Wintergemüse gehört. Die Wärme und den Soulfaktor, den dieser Kuchen aber ausstrahlt, passen perfekt zu nasskalten trüben Wintertagen. Himmlisch 🙂
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Zutaten (für einen rundes Blech)
1 Bund Mangold / Krautstiel
1 Portion Kuchenteig (z.B. jener der Migros)
300 g vorgekochte Crevetten
1 Knoblauchzehe
wenig Butter
wenig Weisswein
wenig Rahm
wenig Parmesan
1 Bouillonwürfel
frischer Pfeffer

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Zubereitung
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Mangold quer zum Stiel in dünne Streifen schneiden und gut waschen. In einer Bratpfanne die Butter erhitzen und den gepressten Knoblauch anschwitzen. Sobald sich der herrliche Knoblauchduft in der Küche bemerkbar gemacht hat, den geschnittenen Mangold in die Pfanne geben. Den Mangold ca. 5 Minuten andünsten. Dabei den Bouillonwürfel, wenig Weisswein, Pfeffer und einen kleinen Schluck Rahm hinzugeben. Den Kuchenteig auswallen und in einer runde Form geben. Mit einer Gabel ein paarmal in den Teig stechen. Den fertig angedünsteten Mangold auf den Teig geben. Wenig Parmesan darüber reiben. Den Kuchen ca. 30 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind. Kurz vor dem Ende die Crevetten darüber geben.