Schlagwort-Archive: Risotto

Crevetten-Chicorée Risotto

Genau das richtige für Tage an denen mal viel Kraft und Wärme braucht. Dieser feine Risotto, zubereitet aus einfachen Zutaten hat es in sich und verleiht viel Energie. Der kalte Winter kann kommen.

Zutaten (für 2 Personen)
1 Tasse Risottoreis (z.B. Arborio)
3 kleine Chicorées
150 Gramm Crevetten
1 Knoblauchzehe
Wenig Butter
Wenig Parmesan
Wenig Weisswein
Ein Bouillonwürfel

023

Zubereitung
Den Chicorée der Länge nach halbieren und den gesamten Strunk herausschneiden. Achtung: Dies ist wohl der wichtigste Schritt des Rezepts, da beim Chicorée nur dieser Kern bitter ist. Den Chicorée der Länge nach in feine Streifen schneiden und danach unter fliessendem Wasser abspülen. Den Bouillonwürfel in einen kleinen Topf mit Wasser geben und zum Kochen bringen. Den Butter in einen zweiten Topf geben und zum Schmelzen bringen. Die Knoblauchzehe hineinpressen und ein wenig mit dünsten. Den Chicorée hinzugeben und ebenfalls andünsten. Nun den Risottoreis hineingeben und kräftig umrühren. Sobald dieser glasig ist, mit dem Weisswein ablöschen. Weiterrühren. Von Zeit zu Zeit einen Schuss der heissen Bouillon hinzugeben. Immer kräftig weiterrühren. Kurz vor dem Erreichen des Garpunktes die Crevetten zu ¾ hinzugeben. Ebenso die Salzlake der Crevetten. Nochmals kräftig rühren. Den Parmesan reiben und unterrühren. Sobald der Risotto fertig ist (nach ca. 20 Minuten), diesen zylinderartig auf einem Teller anrichten. Die restlichen Crevetten darüber geben. Mit feingeschnittenem Chicorée garnieren.

Zitronenthymian-Pecorino Risotto mit rohem Schinken und Ziegenfrischkäse

Jamie Oliver kennt wohl jeder. Auch mich hat der Brite in den vergangenen 10 Jahren kulinarisch intesiv begleitet. Mal mehr und mal weniger. In letzter Zeit war eher zweites der Fall. Irgendwie war mir der ganze Hype – die Kochbücher von ihm füllen in den Bücherläden mittlerweile ein ganzes Regal – ein wenig zu viel und so habe ich viele andere Kochbücher (z.B. Aus Frankreichs Küchen (Marianne Kaltenbach), Alles klar: Im Glas gekocht – im Glas serviert (Tanja Grandits)) denjenigen von Jamie Oliver vorgezogen. Zu unrecht, wie ich gestern Abend festgestellt habe.

Angetrieben von einer unglaublichen Lust auf Risotto suchte ich in meinem reichen Kochbuch-Fundus nach einem kreativen Risottorezept. Denn gleichzeitig hatte ich die beiden Risottoklassiker alla milanese und al fughi irgendwie satt bzw. ich hatte nicht das Gefühl, dass sie meine derzeitgen kulinarisch-kreativen Bedürfnisse befriedigen könnten. In Jamie Olivers Buch Kochen für Freunde wurdde ich dann sehr schnell fündig. Das Rezept Zitronenthymian-Pecorino-Risotto mit rohem Schinken und Ziegenfrischkäse stach mir auf Seite 138 sofort ins Auge.

Zum Rezept: Das Rezept ist einfach nachzukochen, wenn man das Grundrezept für einen Risotto kennt. Auf Basis eines solchen Grundrezepts sollte der Zitronenthymian direkt mit dem Wein dem Risotto beigegeben und der Pecorino anstelle des Parmesans kurz vor Schluss hineingerührt werden. Mit dem Schinken und ein wenig Ziegenfrischkäse den auf einem Teller (bei mir oval) angerichteten Risotto garnieren.

Meine Erfahrung: In Ermangelung von frischen Zitronenthymian (gibt es meines Wissens frisch in Basel nur im Manor) oder frischen Thymian (mein Kräutergarten ist bereits im Winterschlaf und der Migros um die Ecke gab am Samstag um  15.00 Uhr auch nichts mehr her) kann auch getrockneter Thymian benutzt werden. Ich habe aber gleichzeitig noch einen Spritzer frischen Zitronensaft beigefügt, um den Citrus-Duft des Zitronenthymians zu imitieren. Dies ist mir auch gelungen, wenngleich ich auch eingestehen muss, dass das Rezept mit frischem Zitronenthymian noch ein wenig spritziger daherkommen könnte. Ebenso war ich widerum überrascht, wie schnell ein Risotto hergestellt ist. Vom Zwiebelschneiden bis zum Service dauerte es gestern exakt 34 Minuten.

Mein Tipp: Wie unlängst bekannt ist, sollte ein Risotto die gesamte Garzeit hindurch gerührt werden. Dieser  Tipp darf natürlich auch hier nicht fehlen. Da ich das Rühren gestern einmal mehr sehr intensiv ausgeführt habe, hatte ich am Schluss das Gefühl mit meinem rechten Arm 25 Minuten im Fitnessstudio gewesen zu sein. 🙂

Mein Fazit: (Citrus-)fruchtige Alternative zu den beiden traditionellen Risottorezepten, bei welchem auch die Zutaten (bis auf den Zitronenthymian) in jedem Supermarkt erhältlich sind.